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Ein holpriger Start

Kein Start ohne Probleme Probleme gehören zum Leben wie die Ebbe zur Flut, und so blieben auch wir nicht verschont. Im November buchten wir unseren Flug nach Kuala Lumpur, planten Touren und trafen verschiedene Vorbereitungen. Eine dieser Vorbereitungen war die Erneuerung unseres Notebook-Akkus, damit wir wieder bis zu 6 Stunden Saft haben, ohne ans Kabel gelegt zu sein. Wenn die Speicherkarten der Kamera voll sind und wir in einer Hütte ohne Strom im Regenwald sitzen, während draußen zahlreiche Naturwunder darauf warten gefilmt zu werden, kann man schon ein wenig verzweifeln. „Kein Problem, in einer Woche haben sie den Akku wieder!“ versicherte uns ein Mitarbeiter des Elektro-Marktes. Knapp 3 Wochen später standen wir dann gut gelaunt vor einem anderen Mitarbeiter und sagten scherzhaft, dass wir nun endlich mal Akku abholen werden. Der Mann schaute in den Computer, schaute uns an und sagte „ Wie kommen sie denn darauf, dass sie den Akku abholen können? Der kommt dieses Jahr nicht mehr!“

Es geht endlich los

„Kommen sie mal bitte mit“ sagte die Dame bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen Berlin Tegel zu mir. Sie ging mit mir in einen separaten Bereich und wollte das ich mein gesamten Rucksack öffne. Ich hatte das Wichtigste der Kamera-Ausrüstung im Handgepäck und hatte schon mit Problemen gerechnet, als die Dame dann aber mit einem komischen Zettel über meine Kameras , Akkus und über das Notebook wischte, war ich doch verdutzt. „Fehlt da etwas?“ „Ja, der Elektro-Markt hat unseren Akku verschlammt.“ antwortete ich ihr auf diese Frage. Am Abend vor der Abreise wurde ich angerufen und ein Mitarbeiter des Elektro-Marktes teilte mir freudig mit, dass der Akku nun endlich wieder aufgetaucht sei und er ihn sofort zu mir nach Hause schicken würde. Zu spät! Wir hatten unseren Flug schon um eine Woche verschoben, weil uns die unzähligen Mitarbeiter, die wir bei den täglich Kontrollanrufen an der Strippe hatten, versicherten, dass er morgen eintreffen müsse. Die Flughafenmitarbeiterin legte den Zettel kurz in ein Gerät, welches sofort piepste. Sie tastet wild über den Tisch und über ihren Körper. „Ist alles ok?“ „Ja, aber ich habe keine Kugelschreiber.“ antwortete sie. „Ist doch kein Problem, ich bin vorbereitet“ grinste ich sie an. Ich holte meinen Kugelschreiber aus dem Rucksack und fragte sie, was das ganze hier nun eigentlich war. „Das war ein Sprengstofftest“ antwortete sie trocken während sie ihr Formular ausfüllte.

Ankunft in Malaysia

Als wir in Kuala Lumpur landeten, realisierten auch ich, dass es endlich losgehen würde. Lange haben wir für diese Reise gearbeitet und gespart, haben Jobs und Wohnung aufgegeben, um einmal im Leben wirklich frei in den Tag hinein zu leben. Die ersten beiden Tage verbrachten wir in Kuala Lumpur um uns zu akklimatisieren

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Endlich Borneo

Die kleine AirAsia-Maschine hob ab und wir zitterten. Der weiße Nebel, der sich im Flugzeug verbreitete konnte nicht gut sein. Die anderen Passagiere störten sich überhaupt daran. Ganz im Gegenteil, sie genossen diese eiskalte Luft der Klimaanlage sehr. Als das Signal, das die Sicherheitsgurte gelöst werden können, erschien, gingen die Stewardessen mit ihren Rollcontainer voller Fertigfraßköstlichkeiten auf Verkaufsfahrt. Es begann ein wildes Gemampfe und Geschmatze, und mir fielen glücklicherweise die Augen zu. Wir waren bereits über Borneo als ich erwachte. Beim Blick aus dem Fenster sah ich Palmölplantagen, Straßen, aber keinen Regenwald. Es würde schwer werden in die Natur zu kommen.                                                                                                                                                                                                                                   Die folgenden Tage schüttete es wie aus Eimern und wir mussten viel Zeit in unserer Unterkunft, der Woodpecker Lodge, verbringen. Unsere „Specht Hütte“ war das günstigste was wir in Kuching finden konnten, obwohl es sauber war und ein eigenes Bad hatte. In der ersten Nacht erklärte sich der günstige Zimmerpreis. Ab ca. 20 Uhr öffnet die Karaoke-Bar, die direkt unter der Woodpecker Lodge liegt. Es ist ja eigentlich nicht weiter schlimm sich die „Gesangsversuche“ anzuhören, würde die Karaoke-Bar nicht aber erst schließen wenn 5Uhr morgens der Imam zum Gebet in die Moschee ruft.

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Die Regentage nutzen wir für Recherchearbeit und um malaysische Köstlichkeiten zu entdecken

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Neben unserem Fenster wurde ein Nest von einem Hirtenmaina gebaut.

Kuching ist die Hauptstadt des Distrikts Sarawak und hat ihren Namen der Legende nach von dem englischen Abenteurer James Brooke, der um 1839 mit seinen Schiff am Sarawak River (Malaiisch: Sungai Sarawak) landete. Brooke fragte einen der einheimischen Bidayuh nach dem Namen des Ortes. Der Bidayuh dachte allerdings das Brooke nicht den Namen des Ortes auf den er deutete, sondern das Tier meinte welches dort herumstreunte und antworte: „Kuching“. So war es eine herumstreunerde Katze, die dieser heute mit über 600.000 Einwohmern größten Stadt Borneos ihren Namen gab.

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Das Leben in Kuching spielt sich am Wasser ab. Über den Sungai Sarawak kamen Händler und belebten die Landschaft.

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Der Sungai Sarawak ist nicht nur Handelsstraße, sondern dient auch dem Fischfang.

 

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Das Parlamentgebäude erinnert ein wenig an einen Tempel. Die Jalan India (Straße Indien) wir gerade erneuert, bot aber interessante Einblicke.

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Die Auswahl der Früchte ist zwar groß, aber längst nicht so umfangreich wie auf Märkten außerhalb der Stadt. Sarina aß Strawberry-Waffle und ich Pau Ayam zum Frühstück. Pau Ayam ist ein mit Hühnchen gefüllter Hefeball (Ayam = Huhn).

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Sarina hat auch gleich eine Apotheke gefunden.

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Der Besuch des Aquariums war sehr deprimierend. Viele hungrige, kranke Fische in kleinen Becken.

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Der Schein trügt, das Lächeln ist den Schildkröten angeboren.

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Hungrig!

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„What is no Hawkering?“ fragten sich viele Touristen als wir den ältesten chinesischen Tempel besuchten. („nicht hausieren“)

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Unsere ersten Tierbeobachtungen: Ein Waran und eine Perlhalstaube

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Kuching ist die sauberste Stadt Sarawaks!

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Viele Tiere haben sich an ein Leben mit und im Müll gewöhnt, so auch dieser Waran.

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Das Wappentier der Stadt ist überall vertreten.

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