Die Nacht in der Fischdose
16. April 2015
Eine Nacht im Dschungel – Ein Hörerlebnis
19. April 2015
 
 

Wir hatten unsere Nacht in der Konserve überstanden und wollten schleunigst zu unseren eigentlichen Ziel weiter. Vorher mussten wir aber noch was Essbares finden und gingen an ein paar Straßenstränden auf die Suche nach exotischen Früchten. Wir wurden schnell fündig und kauften Mini-Bananen, eine ganze Melone und Dukus.
Wir standen wieder vor dem Empfangstresen und waren ganz froh, dass der videospielende Mitarbeiter vom Vorabend eine Möglichkeit gefunden hatte aus seinem Gefängnis herauszuklettern. Die Mitarbeiter, die ihre Frühschicht ebenfalls damit verbrachte in ihrem Ballerspiel von Level zu Level zu kommen, unterbrach freundlich ihr Spiel und widmete sich unseren Wunsch, ein Taxi zu bestellen. Sie übergab mir nach einem kurzen Gespräch den Hörer, damit ich mit unserem zukünftigen Fahrer den Preis der Fahrt aushandeln konnte. „Hallo“ meldete sich der Taxifahrer „du willst nach Similajau? Das macht 100 Ringgit!“ „Was? Das letzte Mal habe ich nur 50 bezahlt.“ antwortet ich. Wir haben uns natürlich wieder vorher schlau gemacht und wussten das die Fahrt ungefähr eine halbe Stunde dauern würde und 50 Ringgit, ca. 12,50€, ein angemessener Preis ist. „Ah ja, zum Nationalpark. Das kostet nur 50 Ringgit“ fiel dem Taxifahrer glücklicherweise dann doch noch ein. „Ich dachte du meinst das Dorf“ wollte er seine Preisforderung rechtfertigen. „Nein nein, ich will zum Nationalpark!“ Seine Begründung war totaler Quatsch, weil man durch das Dorf
durchfahren muss, um zum Nationalpark zu kommen.

DCIM100GOPRO DCIM100GOPRO

Die Waschrinne war ein echtes Highlight!              Der Taxifahrer ließ uns lange warten.

Nicht viele ausländische Besucher verirren sich in den Similajau Nationalpark. Bei Einheimischen ist er hingegen wegen des langen Strandabschnittes sehr beliebt. Für uns kam baden und schnorcheln momentan jedoch nicht in Frage. Es war noch immer Monsumzeit und obwohl es nicht mehr so oft regnete, war es noch immer lebensgefährlich. Es passieren zahlreiche Unfälle und man sollte die Wellen nicht unterschätzen. Vor nicht allzu langer Zeit hatte ein Parkmitarbeiter beobachtet, dass zwei Europäer bei starken Wellengang schwimmen gegangen sind. Sie haben die Warnungen der Mitarbeiter und die roten Fahnen am Strand einfach ignoriert. Am Abend hat man sie mit Booten gesucht, aber nie gefunden.
Für uns lag der Nationalpark auf dem Weg und deshalb wollten wir einen Abstecher in diesen machen. Viele Informationen gab es über das Schutzgebiet nicht, wir wussten nur das er eine Fläche von 8996 Hektar hat und somit ungefähr so groß wie die Insel Sylt ist, aus einer Küste mit anschließenden Hügelland und Kerangas-Wald besteht. Kerangas ist ein Wort der Iban, dem indigenen Volk welches hier auch heute noch lebt, und heißt soviel wie “Ort an dem kein Reis wächst“. Es ist ein Heidewald auf sauren Boden, der viele spezielle Pflanzen beheimatet.
Die Mitarbeiter schauten neugierig durch Fenster, als der Fahrer uns vor dem Headquarter des Parks absetzte. Im Büro trafen unsere Blicke gleich auf zwei Vitrinen mit Krokodilschädel. Wir hofften natürlich welche zu sehen und der Parkranger erzählte uns, dass im Park ein kleiner Fluss verläuft, an dem man oft Krokodile beobachten kann. Voller Vorfreude bezogen wir unser Zimmer.

image112

 

 

Nun wurde es Zeit in den Wald zu gehen!

 

image113 DCIM100GOPRO

Die Schilder warnten ausgiebig vor den Krokos und wir hielten fleißig die Augen offen!

 

DCIM100GOPRO DCIM100GOPRO

Wurzeln gehen ihre eigenen Wege!

 

DCIM100GOPRO DCIM100GOPRO

Der Wald ist mal ganz licht und mal undurchdringlich

 

image115 DCIM100GOPRO

Termiten-Burgen

 

 

DCIM100GOPRO DCIM100GOPRO

In den Kronendächern hören wir einige Vögel, kriegen aber nur Pflanzen zu Gesicht

 

DCIM100GOPRO DCIM100GOPRO

Kilometerweit bergauf bergab ist sehr anstrengend und kleine Wasserlöcher laden zum Verschnaufen ein.

 

image134 image135

Nur ein paar Insekten zeigen sich.

 

DCIM100GOPRO DCIM100GOPRO

Wir freuen uns über die verschiedenen kleinen Fische, die in jedem noch so kleinen Tümpel leben, und staunen fasziniert über die größe der Bäume.

 

image131 image136

Momentan regnet es wenig, ansonsten währen es reißende Bäche

 

image132 image133

Eine kleine Echse zeigte sich dann doch!

 

image114 image138

Völlig geschafft!                                   Der lauteste Vertreter im Wald: Zikade!

 

 

image112

Planungen für die nächsten Tage. Wer die Kinderzahnpasta „Putzi“ noch kennt, weiß wie unser Himbeersaft geschmeckt hat.

 

image137

Morgens, mittags, abends: Nasi Goreng

 

 

Was aus unserer Nachtwanderung wurde, ist eine andere Geschichte!